Geführte Besichtigungen im Inneren des U-Bootes P-913 Zeta und des Polizeibootes P-111 (Reservierung erforderlich)
Besichtigungen des Inneren des U-Bootes P-913 und des Polizeibootes sind ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour möglich. Eine eigenständige Besichtigung ohne Museumsbesuch ist nicht gestattet. Besucher können Kombitickets gemäß der aktuellen Preisliste erwerben. Für die geführte Besichtigung des U-Bootes ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an [email protected] erforderlich.
Das U-Boot P-913 Zeta mit einer Länge von 19 Metern und einem Gewicht von 76 Tonnen gehört zur Kategorie der Kleinst- bzw. Sabotage-U-Boote der Una-Klasse. In den 1980er-Jahren stellte die Marine der SFRJ fest, dass größere U-Boote aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften für bestimmte Einsätze in der Adria ungeeignet waren. Gleichzeitig suchte man nach einer kostengünstigeren Möglichkeit, die Kapazitäten der U-Boot-Flotte zu erweitern. In Split wurden sechs Kleinst-U-Boote gebaut, die nach jugoslawischen Flüssen benannt wurden. Das in unserer Ausstellung gezeigte U-Boot trägt den Namen des montenegrinischen Flusses Zeta.
Technische Daten:
- Länge: 19,7 m
- Breite: 2,7 m
- Höhe: 3,7 m
- Gewicht: 76 t
- Tauchtiefe: 105 m (Betriebstiefe), 130 m (Grenztiefe), 182 m (berechnet)
- Geschwindigkeit: 8,2 Knoten (maximal unter Wasser), 6,0 Knoten (maximal über Wasser)
- Besatzung: 4 U-Boot-Fahrer + 6 Taucher
- Bewaffnung: 4 Minen AIM-70 oder M82 in Sabotageausführung, 4 Unterwasserscooter mit 6 Sabotageminen M66 oder M7
Das U-Boot P-913 Zeta stellt ein außergewöhnliches Beispiel des militärtechnischen Erbes dar. An seiner Entwicklung waren in erheblichem Maße slowenische Fachleute und die entsprechende Industrie beteiligt. Das U-Boot ist ein technisches Denkmal sowie ein Zeugnis der Generationen slowenischer U-Boot-Fahrer, die innerhalb der jugoslawischen Marine überdurchschnittlich vertreten waren.
Das U-Boot Zeta P-913 kam im Jahr 2011 als Geschenk der Republik Montenegro in den Park der Militärgeschichte, nachdem sich der Verband „Podmorničar“ (U-Boot-Fahrer), dem ehemalige slowenische U-Boot-Fahrer angehören, intensiv dafür eingesetzt hatte.
Eine spezielle Ausstellung rund um das U-Boot veranschaulicht das Leben und die Arbeit der U-Boot-Besatzungen. Mit interessanten Exponaten und Fotografien präsentiert sie die Geschichte der U-Boote an der östlichen Adriaküste sowie Details des Lebens unter Wasser, die den meisten Besuchern unbekannt sind. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Meeresmuseum Sergej Mašera in Piran realisiert.


Das Polizeiboot P-111 war das größte ehemalige Patrouillen- und Rettungsboot der slowenischen Seepolizei. Es wurde zur Überwachung der Staatsgrenze, zur Kontrolle des Grenzübertritts an Seegrenzübergängen, zur Durchsetzung von Fischereigesetzen, zur Rettung von Menschen und Eigentum auf See sowie für ökologische Aufgaben eingesetzt. Besonders in den Anfangsjahren diente die P-111 häufig als protokollarisches Fahrzeug.
Das Schiff wurde von Avionautica in Viareggio, Italien, hergestellt. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verzögerte sich die Lieferung bis zum Frühjahr 1995. Ursprünglich war das Boot mit MTU 8V 396 TB 93-Motoren ausgestattet, die nicht für Kurzfahrten geeignet waren, was zu zahlreichen Betriebsproblemen führte. Seit 2004, nach dem Einbau von Caterpillar C32-Motoren (jeweils 1.652 PS), funktionierte die P-111 einwandfrei. An Bord befand sich auch ein P-45-Beiboot mit Jetantrieb, das genutzt wurde, wenn die P-111 aufgrund ihrer Größe und Bauweise nicht in flachen Gewässern navigieren konnte.
Technische Daten:
- Länge: 19,86 m
- Breite: 5,0 m
- Tiefgang: 1,8 m
- Gewicht: 44 t
- Maximale Geschwindigkeit: 37 Knoten (68,5 km/h)
- Besatzung: 4 Mitglieder
Für das Auslaufen der P-111 waren vier Besatzungsmitglieder erforderlich, jedoch bot das Boot Platz für neun weitere Personen. Es war so konstruiert, dass die Besatzung bei Bedarf längere Zeit an Bord bleiben konnte.
Im Jahr 2021 wurde das Polizeiboot P-111 im Rahmen einer äußerst anspruchsvollen logistischen Operation namens „Argo II“ von der Küste in den Park für Militärgeschichte transportiert. Das Schiff, das dem Museum der slowenischen Polizei gehört, ist nun auf dem Plateau des Parks für Militärgeschichte neben anderen XXL-Exponaten ausgestellt.

